“Friedhof der Vergnügungen”
Juli 2, 2009 · Kommentar schreiben
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The Do
Mai 24, 2009 · Kommentar schreiben
Im The-Gossip-Wahn habe ich ganz vergessen zu posten, wie das Konzert von The Do in der Frankfurter Brotfabrik war: sehr geil.
Hat wirklich Spaß gemacht. Familiäre Location, buntes Publikum, ne tolle Band. Einziges Manko war die manchmal etwas mangelhafte Tontechnik. Olivia hat das mit ihrer zauberhaften Stimme aber wieder wett gemacht.
Ich mag es, wenn Bands live halten, was ihre perfekten Studioalben versprechen. Ich liebe es noch mehr, wenn sie es sogar schaffen, ansprechend zu improvisieren und nicht den “Kennt-man-ja-aus-dem-Radio”-Song genau so abspulen, wie ihn eh schon jeder seit Wochen vor sich hinsummt. Das hat The Do wirklich verstanden.
Und Dan sieht mit der Fellmütze und dem kleinen Bärtchen auch original aus wie Johnny Depp. Ein sehr hübsches Paar. Lässt einen nur befürchten, dass irgendwann das Ende der Liebe auch das Aus für die Band bedeutet.
Bis dahin heißt es: Zuhören und genießen.
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The Gossip
Mai 22, 2009 · 3 Kommentare
Gestern waren Flo, Anke und ich auf dem The-Gossip-Konzert in der Mannheimer Feuerwache. Flo wollte “die Fette vom Love-Cover” sehen, Anke sagte “Hauptsache Beth Ditto” und ich freute mich auf Tanzbares und ausnahmsweise mal dünner zu sein als die Sängerin.
Die Vorband war… bla bla, uninteressant. Obwohl erst spät gekommen, standen wir schlussendlich in Reihe zwei – das Publikum war recht locker verteilt. Und dann ging es auch schon los: Beth kam in einem bunten Paradiesvogelkleid auf die Bühne gehüpft, die Menge tobte.
Wir waren alle fasziniert. Von dieser unglaublichen Masse in Kombination mit einer großartigen Stimme und einem Elan, den ich bisher selten auf der Bühne gesehen habe. Das Kleid kam bald in den Backstage-Raum, ab jetzt würde es in einem schwarzen Satin(?)-Body weitergehen: “Does my vagina look fat in this outfit? I have a huge vagina” – einfach großartig. Vor uns tanzten moppelige Fans, nicht nur auf der Bühne quoll das Fett. Alle hüpften, alle schwitzten, alles war scheiß egal. Wir verloren uns in der Musik und die Band tat alles, um den Abend einzigartig erscheinen zu lassen.
Für uns jedenfalls wurde er das. Kurz vor Ende, bei “Standing in the Way of Control” kletterten ein paar Mädels auf die Bühne und wir bald hinterher. Oben tanzten schließlich zwanzig klatschnasse Leute Arm in Arm mit Beth und schrieen sich die Seele aus dem Leib. Ich fürchte, ich bin ihr sogar einmal leicht auf den nackten Fuss gehüpft, aber hatte Gott sei Dank nur ganz dünne Ballerinas an. Beth kletterte dann irgendwann von der Bühne und sang in der Menge weiter, oben war es viel zu voll.
Von der ganzen Aktion gibt es bestimmt viele Fotos, wir hatten keine Kamera dabei und das ist auch in Ordnung. Sogar für Flo, dem seine Canon eigentlich schon mal an die Hand anwachsen hätte müssen.
Nach dem Konzert schalteten Anke und Flo auf Groupie-Modus um und klauten alles, was nicht niet-und nagelfest war. Ein Handtuch mit Beths Fußabdruck, eine handgeschriebene Setlist und ein Poster zieren wohl bald die künftige gemeinsame WG.
Ach ja: Die Feuerwache ist eine durchaus zu empfehlende Location.
Ach ja, ach ja: Flo hat zu diesem geilen Abend ebenfalls einen Blogeintrag verfasst.
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Rehzässionistaaa
Mai 11, 2009 · Kommentar schreiben
Meine Schwester und ich haben heute gebastelt: Aus Fimo, den ich vor gefühlten hundert Jahren mal gekauft habe, fertigten wir schöne kleine Perlen, Ohrringe und Halskettenanhänger in allen Formen und Farben (gelb, rot, grün, blau, lila, orange). Das dann bei 110 Grad für ne halbe Stunde in den Ofen und fertig ist das Gartenhäuschen (den Spruch hasse ich mit ähnlicher Leidenschaft wie “zeitnah”, aber man wird ja mal sündigen dürfen).
Für diese Kette hab ich die gelben Perlen auf ein graues Filzband gefädelt – zum hinten einfach zusammenknoten. Zur Verdeutlichung habe ich mal schnell die Photobooth angeworfen. Wobei mir auffällt, dass die Farben überhaupt nicht stimmen und von Verdeutlichung kaum mehr die Rede sein darf. Egal:

Meiner Schwester gefällt Filz nicht, ich soll schwarzen Satin nehmen, sagt sie. Filz rules aber!
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Alle hassen Sarah
Mai 6, 2009 · Kommentar schreiben
Da ich letztens ja Sarah Kuttners ersten Roman gebasht habe, muss ich es hier noch mal klar stellen: Ich finde Sarah Kuttner eigentlich total genial. Kuttner ja oder nein, das ist ne Glaubensfrage. Ich sage: Jaaaa!
Trotzdem gibt es natürlich viele Gründe, sie nicht zu mögen. Am schlimmsten ist sicher, dass sie stinkt und beim Sex immer so viel labert:
Was habe ich diese Sendung geliebt.
Naja. Ihr seht, ich bin zu faul, was Richtiges zu bloggen und greife daher ganz billig zu fertigem YouTube-Stoff. Egal, macht doch Spasss!
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Der Franz hat’s drauf
April 30, 2009 · 1 Kommentar
Das neue Album soll ja angeblich nur so lala sein hab ich irgendwo gelesen und noch nicht nachgeprüft. Aber das muss man ihnen lassen: Franz Ferdinand waren Teil einer musikalischen Lawine – 04/05 war eine gute Zeit. So lange her schon wieder. Hmpf.
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Top Top Topshohop
April 29, 2009 · Kommentar schreiben
Ich habe bestellt und schäme mich kein bisschen. Bäh.

Der Mantel war um die Hälfte reduziert – da musste ich schnell zugreifen. Hab mich gefühlt wie am www-ühltisch (dieses super-intelligente Wortspiel stammt von Tobi, der mir beim Tussi-Blogging wordingtechnisch unter die Arme greift).

Ja, ich hab mich bei den Blumen hinreißen lassen.

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Shut up and let me go…to The Ting Tings!!!
April 28, 2009 · Kommentar schreiben
Ich freu mich auf die Ting Tings in der Centralstation. Mal sehen, ob sich sonst noch wer die 20-Euro-Teuro-Karte leisten wollte.
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Editorial Shuuting
April 27, 2009 · Kommentar schreiben
Fotokurs, ein (zumindest so halbwegs) milder Frühlingstag und Gepose, was das Zeug hielt. Nerdbrille, yeah!!!









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mängelexemplar oder “eine depression ist ein fucking event”
April 21, 2009 · Kommentar schreiben
Genau gerade jetzt habe ich den Erstlingsroman von Sarah Kuttner durch.
Mängelexemplar heißt das Ding und hat ein, wie ich finde, gut verkäufliches Cover. Es fällt in eine Kategorie mit Feuchtgebiete, weil sehr schlicht gehalten, mit interessanter (sogar fühlbarer) Schrift und einem irgendwie niedlichen “Mir-geht-es-nicht-gut-ist-aber-alles-nicht-total-depressiv”-Accessoire bestückt: in dem Fall kein Pflästerchen sondern eine kleine Sicherheitsnadel. Die Sicherheitsnadel ist sogar eigentlich etwas übertrieben, weil hier nicht geritzt wird und auch keine Verbände zusammengehalten werden müssen (ach so, aber eine auseinanderfallende Psyche, ahaaaa). Keine Ahnung aber, ob Ritzer sich mit Sicherheitsnadeln ritzen, ich bezweifle es.
Jedenfalls weiß man bei dem Cover schon, was man zu erwarten hat: Eine kleine Idee, umhüllt von popliterarischen Bezügen (”Eine Depression ist wie ein Madonna-Konzert”) und so vielen Metaphern, Symbolen und Vergleichen, dass einem beim Lesen ganz schwindelig wird. In dem Fall ist der Witz, dass eine Frau plötzlich Depressionen und Angstzustände bekommt und wie sie damit ein Jahr lang zu kämpfen hat. Am Ende…ach so, das verrät man ja nicht.
Das Gute an diesen schlanken Ideen mit Klimbim drumherum: Die Essenz ist gleich erfasst, das Buch schnell und mit zufriedenstellender Unterhaltung gelesen und von nachhängenden Gedanken kann keine Rede sein. Leicht verdauliche Kost durch und durch. Beispiele dafür sind alle Romane von Tommy Jaud (der es sprachlich besser macht) und Frauenbücher mit Champagnerglas und Stiletto auf dem Cover.
Auch Kuttner macht in dieser Hinsicht alles richtig und ich wette, dass sie den “Vor-dem-Flug-noch-schnell-irgendein-Buch-aussuchen”-Markt rocken wird.
Am meisten schmunzeln musste ich trotz mehrerer bemühter Gags übrigens, als Karo (die depressive Nudel, um die es geht) in ihrer Verzweiflung “doofe Frauenromane” liest. Kuttner hebt den Zeigefinger und wirft mit Wortsteinen in ihr eigenes kleines Glashäuschen (sorry, die Lektüre ist noch zu frisch). Der Anmach-Text erinnert sprachlich jedenfalls stark an die klassischen “Claudia-Inge-und-Paula-spielen-mit-den-Männern”-Romane:
>>Karo ist klug, kokett, liebenswert und unnahbar und fällt vollkommen unerwartet in einen Abgrund<<
Dennoch bin ich dankbar für diesen Roman, er hat mich literarisch angefixt. Jetzt kommt Stufe zwei, vielleicht eine schöne Familienchronik von Irene Dische? Und dann traue ich mich hoffentlich endlich wieder an Clézio ran und Magris – deren Bücher verstauben seit Wochen, nein Monaten aufgeschlagen im Regal. Ich kann doch nicht durchgehend nur Magazine lesen…
Noch was zum Mängelexemplar: Die Namensgebung für die Charaktere ist eine ganz wichtige Disziplin. Und Karo ist meiner Meinung nach ein verbotener Name für Nicht-Frauenliteratur. Überhaupt sind Spitznamen verpönt. Finde ich. Wenn ich doch schon Ingrid Nolls Cora schrecklich finde, kann “Karo Herrmann” mich wirklich nur empören.
Aber vielleicht bin ich da ein bisschen empfindlich.
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