Genickstarre

Gefußwärmt

November 27, 2007 · 4 Kommentare

Und wieder einmal: Wunschblog.

Ja, ich halte mein Wort und gehe auf jedes Thema ein, das ihr mir vorschlagt. Bisher war kaeffschen der einzige, der nach dandelo etwas zu diesem Blog beitragen möchte. Egal, ich komme sonst ja sowieso nicht mehr nach. Heute spreche ich also über ein Thema, das dem kaeffschen auf der Seele lastet. Er muss wohl ein sehr unbekümmerter junger Mann sein, wenn FUßWÄRMER so einen großen Raum in seiner Gedankenwelt einnehmen.

Fußwärmer

Aber ich möchte hier die Fußwärmer-Problematik gar nicht ins Lächerliche ziehen. Erstmal kann so manchem die Entscheidung “Fußwärmer oder nicht” schlaflose Nächte bereiten. Bekommt man da nicht Krampfadern davon? Was ist, wenn das Ding durchbrennt und ich eine Hornhauttransplantation brauche? Soviel Ellenbogen hab ich doch nicht!

Hat man sich dann schlussendlich zum Kauf besagten Körperwärmers durchgerungen, bleibt noch die schwierige Frage, wo man so was Nützliches denn erwerben kann. Da hat der liquide Kaltfüßler verschiedene Möglichkeiten, oder “Pörchäß Optschions”, wie es der schwäbische Vertriebsleiter von Footwarm Germany, Holger P. vielleicht ausdrücken würde.

Eine sehr beliebte, aber nicht ganz billige Art des Fußwärmer-Erwerbs ist die Busreise. Bisweilen nehmen Opa Krause und Tante Ludwig nur an solchen zweitägigen Martyrien mit Minikühlschrank und kurzen Stops an polnischen Autobahnraststätten teil, um sich einen Jahresvorrat an Heizkissen, Rheumadecken und Fußwärmern zu besorgen.
Die Kostenfalle: Auf dem Weg wird oft so viel Geld für billigen Schnaps und Damen vom örtlichen Begleitservice ausgegeben, dass die Rente schneller schmilzt als die Schokolade, die der Vorführer als Beweis für dessen Funktionalität auf das Heizkissen legt.
Der Vorteil: Gerade unsere älteren Mitbürger fühlen sich mit Konsumentscheidungen oft allein gelassen und können natürlich auch die Möglichkeiten des Internets nicht so gut ausnützen, wie ihre Enkel. Da kann so eine Busreise mitunter noch das ganze restliche Leben verändern.

Einfach bleibt natürlich das Bestellen per Internet. Aber Achtung, es treiben sich des öfteren falsche Fußwärmerrezensenten im Web herum, die billige Modelle in höchsten Tönen loben.
Auch hier: Seien Sie gewarnt, kaufen sie NIE gebraucht. Es sind bereits mehrere Menschen gestorben, weil sie sich bei Ebay mit Fußwärmern eingedeckt haben, die von einer gefährlichen kambodschanischen Pilzart infiziert waren.

Etwas veraltet, aber natürlich immer noch ein Renner, ist das Bestellen per Teleshopping. Doch, nur weil sie 365+7 Stück und vier Messersets mit Hemdenfaltbrett und Wasserkocher bekommen, wenn Sie “jetzt gleich” bestellen, vergessen Sie nie, dass es nächste Saison ja schon wieder neue Modelle gibt.
Kaufen Sie also nicht in zu großen Mengen, auch wenn sich Fußwärmer natürlich “optimal als Gastgeschenk oder kleine Überraschung für die Kollegen im Büro” eignen, wie Ihnen die etwas in die Jahre gekommene Blondine mit perfekt manikürten Krallen erklärt, während sie die Leopardenmusterung des FootWarmK17 bewundert.

Wenn all diese verschiedene Wege, zu Ihrem Fußwärmer zu kommen, Ihnen so gar nicht zusagen, bleibt natürlich noch der Kauf beim Fachhändler Ihres Vertrauens. Hier mag man mal den ein oder anderen TEuro mehr ausgeben, aber dafür hat man seine Qualität, nicht wahr? Es geht doch nichts über einen deutschen Qualitätsladen wie Hermas Fußwärmer & Co.

Nun bleibt mir nur noch, eine Warnung in die Welt zu schicken: Kaufen Sie Ihren Fußwärmer wo Sie wollen, aber benutzen Sie diese NIE aber auch NIEMALS NIE in der Badewanne!

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4 Antworten bis hierher ↓

  • Calimera // November 28, 2007 um 11:47

    Das Thema hat größere Tragweite als man denkt, denn da haben findige Werbestrategen in der tiefenpsychologischen Kiste gekramt!
    Es soll doch glatt Eltern geben, zu deren pädagogischem Repertoire eine besonders grausame Form der Strafandrohung gehört, wenn die lieben Kleinen nicht spuren: entweder du ……… – oder wir machen eine Busreise! Wenn der Wind von derartig eisiger Seite pfeift, zieht’s der verletzbaren Seele unweigerlich die Schuhe aus, die Füße werden kalt, eisig kalt. Nach dem Muster des “Pawlowschen Dogs” bedarf es dann im späteren Leben nur mehr des Signaltons “Busreise”, schon fröstelt’s in den Zehen und die eisig aufsteigende Peitsche der Kindheit erzeugt das dringende Bedürfnis nach dem Zuckerbrot – wohliger (Fuß)wärme, koste es, was es wolle, …….

  • genickstarre // November 28, 2007 um 4:51

    Tja, so manches Trauma kann man eben nur im Blog verarbeiten…Allemal billiger als ein Therapeut.

  • kaeffschen // Dezember 1, 2007 um 5:35

    Dein Fußwärmer Beitrag ist einsame Spitze! Weiter so! Mir kamen die Tränen vor lachen! Und mir wurde ganz warm um`s Herz, ähh nein um die Füße natürlich.

  • Flo // Dezember 5, 2007 um 1:25

    Ich brauche einen Fußkalter. Grade habe ich mir versehentlich heißen Tee über die Füße gekippt, das möchte ich in Zukunft gerne missen. Und einen Fußwärmer will ich nach dieser Aktion erst recht nicht.

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