Genickstarre

Beiträge vom Februar 2008

Säx sälls

Februar 29, 2008 · Kommentar schreiben

Heute haben wir endlich die Covers für unseren alten neuen Film gedruckt. Leider hatten wir aber keine DVD mit, um die Größe anzupassen. Also bin ich losgezogen, um eine Probe-Hülle zu besorgen.

Irgendwie hat sich wohl mein Belohnungs- „Ich gönn mir heute mal was“-Zentrum in meiner vertrockneten Hirnrinde eingeschaltet. Das Ergebnis: Eine Sommernachtssexkomödie mit und von Woody Allen. Angeblich ein Film „vom flirrenden Charme eines impressionistischen Gemäldes“.

 

Aber es heißt ja: „Traue nie einem  Buchrücken“. Da muss das wohl auch für Filme gelten. Allerdings weiß ich nicht, ob und wer jemals das mit den Buchrücken behauptet hat. Würde zum Beispiel jemand den entzückenden Rücken unserer DVD ansehen, wüsste er, dass wir bereits in Cannes und beim Sundance Festival offiziell gelaufen sind. Sich dann wundern und noch mal genau schauen:“Ach so, lief in Wanne und beim Farn-Fans Festival.“ Das kann schon mal zu Fehlkäufen führen.

 

Ich mach mir wegen der Sommernachtssexkomödie mal keine Sorgen. Erstens liebe ich Woody Allen (wäre ich ein paar Jahre jünger und etwas mehr seine Tochter, würde er mich vielleicht auch lieben) und zweitens liegt bei allem mit Sex im Titel die Latte erwartungsmäßig schon mal eher niedriger. Ich freu mich schon. 

 

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Foto: cglosi 

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Thank you love, thank you life..

Februar 25, 2008 · 5 Kommentare

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Eine jährliche Tradition, der ich wohl auch noch mit achtzig fröhnen werde ist, mir die Oscar-Verleihung im Innsbrucker Metropol Kino anzusehen. Mit im Oscar-Paket waren drei frei wählbare Filme, unendlich Nachos und Popkorn und die Übertragung der Verleihung von Pro7.

Einen sanften Einstieg gönnte ich mir mit Charlie Wilsons War in der Originalversion. Sehr kurzweilig, aber nichts Besonderes. Die Szenen in den afghanischen Flüchtlingscamps wirkten angestrengt und alle Witzchen über Congressman Wilsons weiblich-attraktives Sekretariat waren niveaulos. Ach ja: Julia Roberts als Society-Lady? Ich könnte kotzen.

Eher harte Kost war dann der österreichische Beitrag Die Fälscher. Ganz ohne Patriotismus kann ich sagen, dass der Film die goldenen Statuette wirklich verdient hat. Natürlich gibt es Lästerzungen, die nicht zu unrecht behaupten, dass es sich mit Antinazi oder Antikommunistenthematik gut Oscars gewinnen lässt.

Doch die relativ unbekannte Geschichte der Geldfälschungsmaschinerie der Nazis in Sachsenhausen ist nicht nur wahr, sondern in Die Fälscher auch noch äußerst einfühlsam und vielschichtig erzählt. Der moralische Konflikt zwischen dem Überlebensinstinkt der KZ-Insassen und ihrer solidarischen Verantwortung gegenüber ihren Mithäftlingen und den anderen Opfern der Nazis wurde bis ins letzte Detail herausgearbeitet.
Drehbuch, Schauspiel und auch Bildsprache waren technisch wie künstlerisch überzeugend und mitreißend (besonderes Lob auch an die Beleuchter). Wie schon nach Der Pianist wurde mir wieder bewusst, dass man nie genug über den Holocaust geschrieben, gefilmt und geredet haben darf. Nach diesem Film fiel es mir schwer, nicht an der Geschichte zu verzweifeln. Ich hoffe, dass Herr Burger den Oscar als Zeichen werten kann, dass es noch Menschen gibt, die kein Interesse am Vergessen haben.

Die Oscarverleihung nach diesen zwei Filmen war wie immer überaus peinlich begleitet durch Pro7. Denkwürdige Fremdschäm-Augenblicke waren: Der Moderator verdrängt seine Kollegin von FOX und fuchtelt Jessica Alba penetrant mit dem Mikro vor der Nase rum, bis sie gezwungen ist, ihm zu antworten. Ruby Dee, nominiert für beste Nebendarstellerin im Film American Gangster, sagt vor laufender Kamera ungehalten zu ihrer Assistentin (?): „Give me a tissue“. Bekommt aber keins und fingert langsam und umständlich (sehr feinfühliger Kameramann übrigens) ein blutiges (?) Exemplar aus ihrem Täschchen, das sie noch langsamer und noch unauffälliger zu ihrer Nase führt. Der Moderator fragt einen Interviewpartner, wie er sich Notizen macht, „because I always forget, what I write down in the night“. Der Moderator nimmt Helen Mirren immer das Mikro vom Mund weg, wenn sie was sagen will (will aber eh keiner hören, was die zu sagen hat).
Die Verleihung selbst war gar nicht mal schlecht moderiert, von den auswendig gelernten Ansagen diverser Filmschönheiten und drei furchtbaren Musik-Performances aus Enchanted mal abgesehen.

Um sieben, als der Tag schon freundlich ins Kino grüßte, habe ich mir mit fünf Mitstreitern noch Sweeny Todd im Saal1 angesehen. Man darf es ruhig aussprechen: Johnny Depp + Tim Burton ist keine Garantie für einen guten Film. Echt nicht. Meine Begründung deckt sich, wenn auch nicht so fachmännisch mit der Rezension der fünf Filmfreunde. Keine Tiefe bei den Charakteren, schlechte Lieder, Story vernachlässigt. Aber schönes Setdesign.

Ich freu mich schon aufs nächste Jahr.

Ach ja: Der Titel stammt aus der Dankesrede von Marion Cotillard, die einen Oscar für ihre Rolle als Edith Piaf in La Môme bekommen hat.

Foto: Don.Lee

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Bild-Stau

Februar 20, 2008 · 2 Kommentare

Ich ärgere mich.

Es ist eh schon schwierig genug, mit meinem lahmen mobilen Internet namens Willi (soll eine sexuelle Anspielung sein) mein Blog auch von Innsbruck aus am Leben zu erhalten. Und dann spinnt auch noch mein/unser aller wordpress.

Das Bilder-Hochladen funktioniert nicht. Beziehungsweise: hochladen geht, aber einbinden nicht. Ich hätte doch ein so schönes Bild für den vulgären Eintrag. In letzter Zeit habe ich überhaupt so schöne Bilder, Flickr sei gedankt. Und natürlich allen Fotografen, die ihre tollen Kreationen unter creative commons stellen. Wie lieb von euch.

Wird jedenfalls Zeit, dass ich mal umziehe. Zwar ist das nicht gerade auf Grund der bombastischen Zugriffszahlen oder meiner atemberaubenden Webdesignkenntnisse von Nöten. Aber ich habe noch eine Domain übrig und überhaupt: Ich arbeite an einer ganz tolligen Sache. Mit Schokolade, Spaß und Überraschung. Oder wie der Spruch auch immer geht.

Ich muss mit tiefer Bestürzung feststellen, dass ich immer mehr ins Tagebuch blöggeln abdrifte. Keine schöne Sache. Also: Basta!

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Meine Straße, mein Zuhause, mein Blog…

Februar 19, 2008 · Kommentar schreiben

Mach einer wird es beim Lesen gemerkt haben: Ich schreibe privat gerne mal vulgär. In meinem Blog darf ich das. Dafür brauche ich nicht mal eine Maske und muss auch keine Musikvideos drehen, in dem sich hinter/unter/auf mir in Leder gekleidete Freudenmädchen räkeln.

Wenn mich äußere Umstände zwingen, spreche ich aber auch…na ja, sagen wir mal…etwas gröber.
Unsere gestrigen Ticketprobleme waren solche äußeren Umstände. Äußerste Umstände sogar. Da ist mir dann in der Bahn doch noch rausgerutscht, was ich mir schon die ganze Zeit dachte: „Uns hat das Leben wieder mal so richtig in den Arsch gefickt.“
Ich schreibe das hier so unzensiert, damit sich der geneigte Leser eine Vorstellung machen kann, von der grobschlächtigen Gröbe meiner groben Sprache.

Welche Wirkung das auf die ältere Dame mit Hermes Halstuch am Viererplatz nebenan hatte, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Egal. Wenn genug ist, ist genug.

Jedenfalls lässt mich das an meine, Gott sei Dank ach so weit entfernte, Jugendzeit denken. Damals gab ich wohl keinen Satz von mir, in dem nicht wenigstens ein beherztes F!ck oder verf!ckt vorgekomen sind. Und alles, nur um zu provozieren. Wie lächerlich. Würde ich heute nicht mehr machen.

Auch, wenn sich damit gutes Geld verdienen ließe. Man denke nur an all die Pornorapper, die bei ausverkauften Konzerten schon die Zwölfährigen begeistern.

Vulgär ist ja eigentlich immer noch très chic. Wenn ich mir überlege, dass ich bei der TAZ erst vor kurzem einen Satz gelesen habe, der ungefähr so lautete: (…)darf man wieder nach Lust und Laune VÖGELN(…). Man braucht sich gar nicht zu fragen, ob so etwas bei einer FAZ jemals (in den feuchten Träumen eines blutjungen Feuilleton-Redakteurs vielleicht) vorkommen würde/könnte/dürfte.

Ich bin mir aber nicht sicher, was ich lächerlicher finde: Den übermäßigen Gebrauch von Fremdwörtern, die man zwei Monate nach der Veröffentlichung des Artikels selber schon wieder nachschlagen müsste? Oder diesen betont rotzigen Gebrauch von semi-demi-akzeptierten Vulgärismen?

Ich glaub, ich schau mir jetzt „Die Vögel“ an. Keine Ahnung, wie ich darauf komme.

Kategorien: Sprachschmalz und Bergbalz · gehirnschwund
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Post und Bahn sind meine Freunde

Februar 18, 2008 · 7 Kommentare

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Das Schicksal meiner ungeborenen Enkel ist besiegelt. Sie werden eine Großmutter bekommen, die noch am Totenbett einen Satz wie einen Fluch immer wieder vor sich hin murmeln wird: „Scheiß Post verdammte.“

Wie es sich für einen Ösi gehört möchte ich in Ferien auch mal „hoam“ fahren. Wie es sich für ein ordentliches Ticket-Desaster gehört, wurden mir am Schalter die Fahrkarten nach Innsbruck und wieder zurück genau verkehrt herum gebucht.

Wie es sich für einen geduldigen Kunden gehört, habe ich neue (nicht umbuchbare, datumsabhängige und dafür billigere) Tickets gekauft und sie mir per „Eilbrief“ und „eingeschrieben“ schicken lassen. Damit ich auf keinen Fall noch einmal eine Zugkarte für 60 Euro umsonst gekauft habe.

Normale Post aus Innsbruck kommt meist innerhalb von zwei bis drei Tagen an. Besonders eilige und eingeschriebene Post kommt offensichtlich erst nach 10 Tagen an. Was macht das schon? Ist doch egal, dass nun bereits zum zweiten Mal Tickets für mich unbrauchbar geworden sind, weil sie zu spät ankommen. Selber schuld, wenn man auch so blöd ist, einer Dame am Schalter zu vertrauen, die einem versichert, dass die Tickets auf jeden Fall noch am Freitag bei mir sein werden.

Jetzt setze ich mal meine Hoffnungen in die Deutsche Bahn und bete, dass ich mit meiner österreichischen Vorteilscard noch einen Rabatt herausschlagen kann.

Einmal nach Innsbruck für 200 Euro bitte.

Foto: Pig Sty Avenue

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Das Danny DeVito Phänomen

Februar 18, 2008 · 3 Kommentare

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Ich glaube, ich werfe kein gutes Licht auf die Blogosphäre. Sollte zufällig mal ein Feuilleton-Redakteur einer überregionalen Zeitung bei mir vorbei schauen, würde er sich bestätigt wissen: Wir Blogger stinken vor Selbstreferenzialität. Ich gehe (in Ermangelung guter Freunde aus dem Blogbusiness) sogar so weit, dass ich vorwiegend nur auf mich selbst verweise. Und wiederum überwiegend nur auf lustige Sucheinträge aus meiner Blogstatistik.

Heute:

Warum werden kleine Männer nicht gemocht?

Eine Idee: Weil ihr klein und schwächlich seid.

Eine andere Idee: Weil ihr klein, schwächlich und ziemliche Jammerlappen seid. „Warum werde ich nicht respektiert? Buhuuuu!“

Noch eine Idee: Wegen Danny DeVito.

Der spielt nämlich meistens unsympathische, gierige, verschlagene Zwerge. Zwar oft sehr erfolgreiche, verschlagene Zwerge, aber unsympathisch sind sie trotzdem. Ich glaube, dass kleine Männer deshalb immer als zwielichtig und hinterlistig empfunden werden.

Leider hat Danny DeVito sehr viele Filme gemacht. Jeder ist schon mit diesem Phänomen in Berührung gekommen.

Tröstend kann ich da eigentlich nur sagen: Sollte sich tatsächlich mal eine Frau mit euch einlassen, wird sie merken, dass ihr eigentlich total lustig, warmherzig und intelligent seid. Ok, ein bisschen neurotisch vielleicht, aber das ist ja momentan der letzte Schrei.

Große Männer gelten dafür als etwas zurückgeblieben und ungeschickt. Allein schon wegen der riesigen Hände. Allerdings mag jeder diese hoch gewachsenen Tollpatsche. Das haben sie Matthew McGrory zu verdanken.

Foto: Simon Pais (cc)

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Pornös

Februar 15, 2008 · Kommentar schreiben

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Bei papilia bin ich in ihrem interessanten Beitrag über die angebliche Päpstin Johanna auf ein wundervolles Wort gestoßen: Pornokratie.

Pornokratie ist laut Wikipedia die Bezeichnung einer Herrschaft, die von den Mätressen der Mächtigen (aus dem Hintergrund) geführt wird.  Oder auch die schöne Umschreibung für eine Periode des Papsttums im 10. Jahrhundert, die von einem solch „weibischen Einfluss“ gekennzeichnet war.

Wäre ich Mario Barth würde ich wohl an dieser Stelle einen Witz darüber reißen und behaupten dass im 10. Jahrhundert das italienische Verkehrsnetz zusammenbrach, weil die Gespielinnen des Papstes ihn dazu brachten, ein Rückwärtseinpark-Verbot für Fuhrwerke zu erlassen. Bin aber nicht Mario Barth. Schwein gehabt.

All jenen, die auf der Suche nach schmutzigen Schmuddelschmutzfilmen mit schmuddeligen texanischen Hausfrauen auf meinen Blog gestoßen sind, möchte ich noch eines mit auf den Weg geben:

Porno kommt von dem griechischen Wort porne = Dirne (altertümlich) = geile F*&% e in eurer Sprache. Der Anhang -kratie kommt vom griechischen kratia=Herrschaft. Kennt man auch aus Demokratie zum Beispiel. Aber das wisst ihr nicht. Denn bei der Frage, wem hier welcher Gummipfropfen in welche Körperöffnung eingeführt wird, geht es selten demokratisch zu.

Jetzt wisst ihr’s. Wenn ihr also bei der Internetsuche nicht so erfolgreich seid, probiert es mal mit „Abfolge von Einzelfotografien lüsterner Dirnen“.

Foto: arangomila

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Wo gibt es Zyankalikapseln zu kaufen?

Februar 14, 2008 · 14 Kommentare

Hier stand mal ein satirischer Blogpost zum Thema Zyankali-Anschaffung, in dem ich mich über die diesbezüglichen Suchanfragen in meiner Blogstatistik amüsiert habe – amüsiert, weil mir nicht bewusst war, wie ernst dieses Thema ist.

Schon lange fürt dieser Beitrag mit Abstand meine Statistiken an, immer wieder kommen Kommentare von angeblichen oder vielleicht sogar tatsächlich entschlossenen Selbstmördern.

Dazu möchte ich klarstellen: Hier findet ihr weder eine Beratung zu Selbstmordmethoden, noch könnt ihr über dieses Blog Zyankali erwerben. Alle, die hoffen, im Zyankali einen schnellen und schmerzlosen Tod zu finden, seien jedoch gewarnt: Ich bin nur ein Laie, aber soweit ich weiß, führt Zynkali im Gegenteil zu einem schrecklich qualvollen und langsamen Sterbeprozess.

Allen, denen es ernst ist mit dem Selbstmord, möchte ich (wieder als Laie) sagen: Redet über eure Probleme mit Menschen, die euch professionell beraten können. Oft bietet ein Außenstehender plötzlich neue Perspektiven, kann einem einen Ausweg aufzeigen, den man selbst in seinem Loch nicht gesehen hätte.

Eine erste Anlaufstelle hierfür wäre im Internet zum Beispiel die Deutsche Telefonseelsorge. Dort findet ihr alle Informationen über das Beratungsangebot – vom Seelsorge-Chat, über die normale Hotline bis zu den „Offenen Türen“ vor Ort.

Bitte tragt eure Sorgen nicht alleine mit euch herum, sondern vertraut euch jemandem an. Dann könnt ihr immer noch für euch entscheiden.

Ich hoffe, hier gerade richtig zu handeln, indem ich den Beitrag nicht entferne, aber überarbeite. Sollten Profis dazu Anregungen oder Kritik geben können, wäre ich sehr dankbar.

Kategorien: Die Googlebaren · immer wieder mal
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Zu spät…wieder mal

Februar 14, 2008 · 2 Kommentare

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Eigentlich hatte ich ja vor, ganz euphorisch über das Hoch „David“ zu bloggen. Wie hübsch doch die Krokusse schon blühen und die Schneeglöckchen. Dann wollte ich meinen täglichen Weg zur Bushaltestelle fotografieren, die Röhrenbildschirme, die den Bürgersteig (ösi: Gehsteig) säumen und natürlich die Blümchen.

Ich hatte schon eine großartige Idee, diesen frühen Frühling kritisch aufzurollen. Wie die Flachbildschirm-Industrie uns in die Klimakatastrophe führt. Hätte mich furchtbar über Darmstadts Müllpolitik aufgeregt und vermutlich das ein oder andere anzügliche Wortspiel eingestreut.

Tja, daraus wird nichts. Inzwischen ist es wieder sch#%! kalt und daher auch kein Frühlings- und Flachbildschirms-Blogeintrag. Das Tief Claudia hat uns erwischt. Deswegen müsst ihr heute auf meinen genialen Wortwitz und charmanten österreichischen Schmäääääääh verzichten. Schade.

 Foto: localsurfer

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Don’t worry…

Februar 11, 2008 · 5 Kommentare

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Weil wir gestern das Thema weiße Magie hatten:

Bei WordPress ist zur Zeit Reporter Positiver Nachrichten, als am schnellsten wachsender Blog gelistet.

Das einfache Konzept: Die Blogger (jeder darf mitmachen, sofern er kein Pessimist ist) recherchieren gute Nachrichten aus Deutschland und aller Welt.

Dabei finden sie zum Beispiel heraus, dass Aktenzeichen XY schon 1570 Fälle gelöst hat. Oder, dass sich in Berlin bereits 160.000 Menschen bei einem Volksentscheid für den Erhalt des Innenstadtflughafens einsetzten.

Die Idee: Der Das Blog will als Kontrastprogramm wirken, gegen all die negative Berichterstattung, die unsere Medien (und eigentlich auch die Blogosphäre) beherrscht. Ich finde, das ist ein sehr interessantes Konzept und glaube auch, dass diese Optimisten damit noch großen Erfolg haben werden.

Denn, so wichtig die Aufklärung über Korruption und dunkle Machtspielchen, Bordell besuchende Politiker und mörderische Diktatoren sein mag: Manchmal möchte man auch einfach mal was Gutes lesen.

Unsere Medienwelt wird die Initiative aber leider nicht umkrempeln. Denn Journalisten werden von Praktikum zu Praktikum immer depressiver und hassen sich und die Welt… Außerdem sind Lebensfreude und Optimismus längst nicht so verrucht und sexy wie Zynismus und Pessimismus. Wer froh ist, gilt als doof.

Foto: sergei.y

Kategorien: immer wieder mal · umgeschaut
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