
Endlich hat auch die TAZ von der Existenz des berühmt berüchtigten 2girls1cup Videos und den reaction-Videos auf YouTube Wind bekommen.
Dass Herr Frank das Phänomen 2girls1cup beinahe philosophisch aufbereitet hat, kann man ihm nur zu Gute halten. Durchaus schwierig in diesem Zusammenhang.
Hat der Autor das Video selbst gesehen? Ich bin mir nicht sicher. Sein „ganz gleich, was darin gezeigt wird“ hätte mich fast hinters Licht geführt. Aber wahrscheinlich hat sich die gesamte taz.de-Redaktion das Filmchen schon angeschaut.
Ich finde es löblich von Herrn Frank, sich auch mit diesen Niederungen des Internets auseinander zu setzen.
„The Internet ist for Porn“ ist eben allgemein gültige Tatsache.
Meine Blog-Statistik beweist, dass die Begeisterung für 2girls1cup ungebrochen ist. „2girls1cup echtes video“, „2girls1cup richtig“ und ähnliche Suchbegriffe verdeutlichen aber, dass echtes Fäkal-Grausen weitaus reizvoller ist, als „Meta-Ekel“.
Insgesamt kann ich trotzdem nur sagen: Irgendwie hinterher der Artikel. Selbst mein Blog-Eintrag zum Thema war ja schon viel zu spät. Inzwischen ist 2girls1cup nun echt ein alter Hut. Oder liege ich da falsch?
Am besten am Zahn der Zeit ist man wohl, wenn man selbst einen derartigen Meta-Ekel Trend kreiert. Wie wärs mit einem neuen MTV-tauglichen Format: „I bet you’ll watch“? Dabei werden Kandidaten gezwungen, sich das bereits existierende „I bet you will“ anzusehen. Wer es nicht zu Ende anschaut, muss in einen Kübel Scheiße steigen. Das verbindet das Beste aus 2girls1cup und MTV. Die soziologische Bedeutung ist auch nicht zu verachten. Würde eine solche Sendung schließlich zu mehr Empathie für „Klärbecken-Taucher“ führen.
Ihr seht, ich sollte MTV-Programmdirektorin werden. Da bräuchte es gar keine Jamba-Werbungen mehr.



Es gibt eigentlich nur sehr wenige gute Gründe, nicht bei Aldi, dem wohl größten deutschen Lebensmitteldiskounter, einkaufen zu wollen.




