Genickstarre

Einen Monopolisten mit Soße, bitte.

Februar 4, 2008 · 1 Kommentar

Vor einigen Tagen „überraschte“ Microsoft uns alle mit der geplanten Übernahme des schwächelnden Internetkonzerns Yahoo!. 45 Milliarden Dollar wären dem Vorzeige-Monopolisten der IT-Branche die knapp 23 Prozent Marktanteil bei den amerikanischen Suchanfragen wert. Man will Google den Stinkefinger zeigen, so scheint es.

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Wir als Außenstehende fragen uns natürlich, ob der Konzern als „Internetloser“ durch die Übernahme endlich den erhofften Erfolg im Online-Werbemarkt bekommt. Oder, ob Microsoft durch seine Internet-Unfähigkeit Yahoo! endgültig herunterwirtschaften wird.

Wer nun aber ganz offensichtlich doch ein bisschen nervös wurde, ist Marktbeherrscher Google.

Der Chef der Google-Rechtsabteilung, David Drummond zeigte sich gar nicht begeistert vom unmoralischen Angebot Microsofts. Die Übernahme sei eine Gefahr für das freie Internet. Außerdem sei man von Microsoft ja gewöhnt, dass der Konzern das Kartellrecht prinzipiell mit Füßen tritt.

Ich finde diesen Aufschrei von Seiten Googles einfach nur grotesk. Ein Konzern, der in Amerika 70 Prozent und in Europa unglaubliche 90 Prozent Marktanteil verteidigt, sollte sich mit Monopol-Vorwürfen besser zurückhalten.

Das ist ungefähr so, als würde sich ein Massenmörder öffentlich über zu lockere Waffengesetze beschweren.

Allerdings sind die Ängste und Sorgen der flickr-Community bezüglich einer Yahoo-Übernahme durchaus verständlich. Wer weiß, was Microsoft daraus machen würde?

Mal sehen, ob Yahoo! den Deal annimmt, oder sogar auf die angebotene Unterstützung von Google zurückgreifen wird. Man darf gespannt sein.

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