Genickstarre

Das liebe Wetter…

Mai 29, 2008 · 1 Kommentar

Wie könnte man nach zwei Monaten sinnbefreiter seinen Blog reaktivieren, als über das Wetter zu schreiben? Ich befinde mich damit glaube ich tatsächlich knapp über dem Nullpunkt journalistischer Relevanz, nein, überhaupt knapp über dem Nullpunkt.

Aber ich tue es trotzdem. Warum? Um die Vorteile des Wetters an dieser Stelle mal hervorzuheben:

  • man kann sich darüber aufregen und dreimal mit dem Fuß aufstampfen
  • man kann darüber reden, sich gleichzeitig dessen bewusst sein, dass das Gegenüber einen für einen beschränkten Spießer im Smalltalk-Modus hält und dasselbe über ihn denken, weil er grade sagt: “…da überlegt man sich schon, ob man Kühe nicht doch abschaffen sollte. Wegen der Fürze, du weißt schon. Hahahaha.”
  • man kann es zum Anlass nehmen, sich Eis, ein Cabrio, ein Ferienhaus, eine Hängematte, eine Balkonpflanze….zu kaufen
  • man kann es als Ausrede verwenden, um sich zu Hause einzuigeln, drei Tage lang nicht einkaufen zu gehen und sich am laufenden Band Ente süß-sauer und altbackene Glückskekse zu bestellen
  • als junger BILD-Praktikant kann man es als Aufhänger für eine große Aufregerstory benutzen: “Zwei Wochen Regen auf Malle – Deutsche Urlauber treten Klagelawine los”
  • es reimt sich auf netter, fetter, adretter, Mähquetschzetter, Fensterbretter, Vetter…
  • es hat Generationen von Bauern zum Dichten gebracht und ist somit sicher auch für die fortschreitende Alphabetisierung und nicht zuletzt für die industrielle Revolution in Sprockhövel verantwortlich
  • es krubelt die Volkswirtschaft gerade auf dem Sektor der “Regenschirmspannstabproduktion” auf erfreulichste Weise an
  • man kann es zum Anlass nehmen a) Sex vor offenem Kaminfeuer zu haben oder b) eben keinen Sex zu haben
  • es reimt sich auf Mähquetschzetter und lässt mich überlegen, was ein/e Mähquetschzetter wohl sein könnte

Ist das nicht ein fulminantes Comeback? Wohl eher nicht. Kein Wunder, sämtliche kreative Energie beziehe ich aus einem selbst gebastelten Pyramidenhut aus Pappmasché. Außerdem fließt der Rest noch hierhin.

Die kurze Suche nach Mähquetzetter kam zu keinem befriedigendem Ergebnis. Man möge mich aufklären, bitte.

Kategorien: gehirnschwund
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1 Antwort bis hierher ↓

  • Susanne // Mai 25, 2009 um 11:38

    Naja, das Wetter fast ein Jahr später sieht eigentlich wunderschön aus:)Sehr schönes Foto! Ich finde den Bericht zum Thema eigentlich sehr interessant.

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