Genickstarre

Beiträge vom März 2009

The Do

März 30, 2009 · 1 Kommentar

Weil ich nicht mehr sechzehn bin und nachts um drei besseres zu tun habe (twitter), als im deutschen Musikfernsehen zwischen zwei Jamba-Werbungen auf Perlen im Sumpf der Musikindustrie zu warten, entdecke ich gute/schlechte/seltsame/auf jeden Fall neue Musik immer später.

Deshalb stehe ich dann zum Beispiel mit sonnenwarmer Haut in einem lichtdurchfluteten, „genau-nach-meinem-geschmack-zwischen-spießig-und-durchgedreht-warum-gibt’s-das-in-deutschland-nicht?“-Laden in Porto, Portugal und höre einen Song. Eine gequälte Frauenstimme dringt in mein Ohr und bleibt da.

Würde ich etwas mehr nachts um drei Musikvideos glotzen oder zumindest noch wie früher vier verschiedene Musikmagazine lesen, hätte ich wohl gesagt: „pff“. Je mehr man sich nämlich mit Musik beschäftigt, desto arroganter wird man und desto distinguierter wird auch der Geschmack.

Jetzt trete ich vermutlich gleich satt ins musikalische Fettnäpfchen, wenn ich sage: Hab ich bis vor ein paar Tagen nicht gekannt. Gefällt mir irgendwie. Bin froh, dass ich das nach kurzer Recherche gleich gefunden hab. Werd wohl aufs Konzert gehen in Frankfurt, am 18. Mai.

Weil ich aber nicht mehr sechzehn bin, ist mir das auch sch.-egal. Muss nicht mehr cool sein. Wie angenehm.

P.S.: Der Laden hieß Stradivarius.

Kategorien: Gesehen und gemocht