Das neue Album soll ja angeblich nur so lala sein hab ich irgendwo gelesen und noch nicht nachgeprüft. Aber das muss man ihnen lassen: Franz Ferdinand waren Teil einer musikalischen Lawine – 04/05 war eine gute Zeit. So lange her schon wieder. Hmpf.
Das neue Album soll ja angeblich nur so lala sein hab ich irgendwo gelesen und noch nicht nachgeprüft. Aber das muss man ihnen lassen: Franz Ferdinand waren Teil einer musikalischen Lawine – 04/05 war eine gute Zeit. So lange her schon wieder. Hmpf.
Kategorien: Uncategorized
Mit Tag(s) versehen: 2004, 2005, franz ferdinand, kaiser chiefs, konzerte, live, mando diao, the hives
Ich habe bestellt und schäme mich kein bisschen. Bäh.

Der Mantel war um die Hälfte reduziert – da musste ich schnell zugreifen. Hab mich gefühlt wie am www-ühltisch (dieses super-intelligente Wortspiel stammt von Tobi, der mir beim Tussi-Blogging wordingtechnisch unter die Arme greift).

Ja, ich hab mich bei den Blumen hinreißen lassen.

Kategorien: Uncategorized
Mit Tag(s) versehen: topshop bestellung sommer mantel blumen
Ich freu mich auf die Ting Tings in der Centralstation. Mal sehen, ob sich sonst noch wer die 20-Euro-Teuro-Karte leisten wollte.
Kategorien: Gesehen und gemocht
Mit Tag(s) versehen: the ting tings konzert centralstation darmstadt abendgestaltung "abspacken"
Fotokurs, ein (zumindest so halbwegs) milder Frühlingstag und Gepose, was das Zeug hielt. Nerdbrille, yeah!!!









Kategorien: immer wieder mal
Mit Tag(s) versehen: nerdbrille posing fotoshooting campus dieburg fotokurs sprungfotos yeah!!!
Genau gerade jetzt habe ich den Erstlingsroman von Sarah Kuttner durch.
Mängelexemplar heißt das Ding und hat ein, wie ich finde, gut verkäufliches Cover. Es fällt in eine Kategorie mit Feuchtgebiete, weil sehr schlicht gehalten, mit interessanter (sogar fühlbarer) Schrift und einem irgendwie niedlichen „Mir-geht-es-nicht-gut-ist-aber-alles-nicht-total-depressiv“-Accessoire bestückt: in dem Fall kein Pflästerchen sondern eine kleine Sicherheitsnadel. Die Sicherheitsnadel ist sogar eigentlich etwas übertrieben, weil hier nicht geritzt wird und auch keine Verbände zusammengehalten werden müssen (ach so, aber eine auseinanderfallende Psyche, ahaaaa). Keine Ahnung aber, ob Ritzer sich mit Sicherheitsnadeln ritzen, ich bezweifle es.
Jedenfalls weiß man bei dem Cover schon, was man zu erwarten hat: Eine kleine Idee, umhüllt von popliterarischen Bezügen („Eine Depression ist wie ein Madonna-Konzert“) und so vielen Metaphern, Symbolen und Vergleichen, dass einem beim Lesen ganz schwindelig wird. In dem Fall ist der Witz, dass eine Frau plötzlich Depressionen und Angstzustände bekommt und wie sie damit ein Jahr lang zu kämpfen hat. Am Ende…ach so, das verrät man ja nicht.
Das Gute an diesen schlanken Ideen mit Klimbim drumherum: Die Essenz ist gleich erfasst, das Buch schnell und mit zufriedenstellender Unterhaltung gelesen und von nachhängenden Gedanken kann keine Rede sein. Leicht verdauliche Kost durch und durch. Beispiele dafür sind alle Romane von Tommy Jaud (der es sprachlich besser macht) und Frauenbücher mit Champagnerglas und Stiletto auf dem Cover.
Auch Kuttner macht in dieser Hinsicht alles richtig und ich wette, dass sie den „Vor-dem-Flug-noch-schnell-irgendein-Buch-aussuchen“-Markt rocken wird.
Am meisten schmunzeln musste ich trotz mehrerer bemühter Gags übrigens, als Karo (die depressive Nudel, um die es geht) in ihrer Verzweiflung „doofe Frauenromane“ liest. Kuttner hebt den Zeigefinger und wirft mit Wortsteinen in ihr eigenes kleines Glashäuschen (sorry, die Lektüre ist noch zu frisch). Der Anmach-Text erinnert sprachlich jedenfalls stark an die klassischen „Claudia-Inge-und-Paula-spielen-mit-den-Männern“-Romane:
>>Karo ist klug, kokett, liebenswert und unnahbar und fällt vollkommen unerwartet in einen Abgrund<<
Dennoch bin ich dankbar für diesen Roman, er hat mich literarisch angefixt. Jetzt kommt Stufe zwei, vielleicht eine schöne Familienchronik von Irene Dische? Und dann traue ich mich hoffentlich endlich wieder an Clézio ran und Magris – deren Bücher verstauben seit Wochen, nein Monaten aufgeschlagen im Regal. Ich kann doch nicht durchgehend nur Magazine lesen…
Noch was zum Mängelexemplar: Die Namensgebung für die Charaktere ist eine ganz wichtige Disziplin. Und Karo ist meiner Meinung nach ein verbotener Name für Nicht-Frauenliteratur. Überhaupt sind Spitznamen verpönt. Finde ich. Wenn ich doch schon Ingrid Nolls Cora schrecklich finde, kann „Karo Herrmann“ mich wirklich nur empören.
Aber vielleicht bin ich da ein bisschen empfindlich.
Kategorien: genickstarre vom lesen
Mit Tag(s) versehen: buchcover, charaktere, clézio, depression, dische, frauenliteratur, literatur, mainstream, mängelexemplar, namensgebung, sarah kuttner, Tommy Jaud
Nein, das stimmt so nicht ganz. Aber die wunderbare, leicht verwechselbare Neuseeländerin Jessica Rose ist seit der Skandal-Youtube-Serie lonelygirl15 auch weiterhin mit mäßigem Erfolg als Schauspielerin tätig (siehe imdb-Profil).
Gestern habe ich sie zufällig im Trailer zu „Perfect Sport“ gesehen, erst nicht wirklich einordnen können und dann ziemlich laut lachen müssen, als ich das ehemalige lonelygirl in ihr erkannt habe.
Der Film ist (aus dem Trailer zu schließen) kamera-und schnitttechnisch eher schrottig, pseudo-kritisch und nicht unbedingt mit großartigen Schauspielern (Jessica Rose) ausgestattet.
Aber, bei den Apple-Trailern hat eine Demokratisierung stattgefunden und daher darf man sich nun auch miese Trailer von miesen, miesen Schrott-Filmen ansehen, ohne sie sich versehentlich in einer Sneak Preview reinziehen zu müssen. Sehr schön.
Einen anderen, viel witzigeren Film habe ich übrigens auch entdeckt: Ein geiler Film mit Michael Cera (kennt man hoffentlich, unbedingt aus der wundertollen „Ich-schmeiß-mich-weg-klopf-mir-auf-die-Schenkel-und-mach-mir-in-die-Hose-so-sehr-muss-ich-lachen“-Serie Arrested Development, aber wahrscheinlicher aus dem auch sehr okayen Film „Juno„).
Der Junge ist, gelinde gesagt einfach nur genial. Der liebenswerte Nerd ist seine Paraderolle – ähnlich wie Woody mit seinem Neurotiker wird er da wohl auch nicht mehr rauskommen, denke ich.
Ach ja, der Film heißt übrigens Year One und macht in den ersten Sekunden des Trailers einen eher billigen „Filmgenre-Verarschungs-Streifen“-Eindruck, überzeugt dann aber sofort mit charmantem Witz (Michael Cera ist der Größte). Muss ich mir UNBEDINGT ANSCHAUEN.
(Zumindest mir) bekannterer Cast übrigens außerdem: Jack Black (den mag ich nicht sooo unbedingt gerne) und die hübsche Frau Doktor Prinzessin Olivia Wilde (ich seh da immer House vor mir, leider. Mal abwarten, ob ich das im Film vergessen kann).
Kategorien: Gesehen und gemocht · gesehen und gehasst

Ischia war sehr erholsam – nicht nur für mich.
Auch la Grande Dame, die Bundeskanzlerin, beliebt seit Jahren für einige Tage auf der schönen Insel zu verweilen. Habe ich mir sagen lassen. Unter anderem von G., unserem Fischer und Superkoch aus Succhivo, der „la Merkel“ schon mal morgens zum Fischen mit aufs Meer genommen hat (als sie im Polit-Business allerdings noch nicht so hoch oben war). Angesichts des winzigen Bötchens muss ich sagen: Nicht schlecht, da sollte man schon seetüchtig sein.
G. ist übrigens natürlich ganz Gentleman und verrät ansonsten rein gar nichts über den morgendlichen Ausflug mit der Kanzlerin.
Zurück zum Tag, an dem ich – ohne es zu merken – Angela Merkel hätte anrempeln können, wenn ich es denn gewollt hätte:
Nach unserer Ankunft am Mittwoch war das baldige Eintreffen von „la Merkel“ schon Tagesgespräch, der alte Fiore hat uns – in seiner Funktion als Zeitung von Succhivo – als erster davon berichtet. Bei uns löste das erst ein kurzes Achselzucken aus und dann machten wir ab und an ein paar Witzchen. Bestimmt würden wir uns eine Therme mit ihr teilen und von Liegestuhl zu Liegestuhl über den besten Heil-Ton mit ihr quatschen…bla bla.
Dass wir ihr tatsächlich begegnen würden, hätten wir natürlich nie vermutet. Ihr Hotel war an allen Eingängen mit Wachpersonal ausgestattet; traut man dem heißesten Dorf-Tratsch soll sie mit einem Gefolge von etwa 40 Mann auf der Insel angekommen sein. Ganz glauben kann und will ich das nicht – wenn ich für meinen Osterurlaub 40 Leute mitnehmen müsste, wäre bei mir der Spaß auch schon wieder vorbei. Beneidenswert wäre das meiner Meinung nach jedenfalls nicht.
Ach so, zum eigentlichen Ereignis: Wir waren den ganzen Tag wandern (vom Witzberg Epomeo bis zur Küste nach Sant’Angelo durch eine Auto-Schrott-Schlucht mit Dornen, gestürzten Bäumen und allem, was dazu gehört) und treten dann nach einer abendlichen Runde im Meerwasser-Pool den anstrengenden Heimweg zum leckeren Thunfisch-Essen an (frisch gefangen vom lieben G.).
Irgendwo auf den engen Treppchenwegen zwischen Sant’Angelo und Suchivo verstummt plötzlich das Gespräch von J. und meinem Schwager J. („Hast du Herr der Ringe gelesen?“ – „…“). Ich, ganz vorne, Blick aufs glitzernde Meer und den Hügel von Succhivo gerichtet, erschöpft von sieben Stunden Wandern, den Thunfisch gedanklich schon fast im Mund, nehme nur im Augenwinkel ein mittelaltes Paar wahr – ganz vertieft in ein Gespräch – und weiche aus.
Etwa hundert Meter weiter unten brechen meine Begleiter in schallendes „Wie-geil-ist-das-denn“- Lachen aus und bevor ich eigentlich richtig kapiere, was gerade passiert ist, stampfe ich auch schon in Rumpelstilzchen-Manier übers Pflaster.
Wer weiß, ob ich Frau Merkel nicht irgendwann mal bei irgendeiner semi-wichtigen Pressekonferenz wieder sehen kann, hochoffiziell und in ihrer Funktion als Politikerin. Aber, so ganz privat im Urlaub, entspannt mit ihrem Mann beim abendlichen Spaziergang an der Küste – wohl kaum.
Aber, sage ich nun im Nachhinein – viel gereifter durch meinen Senioren-Urlaub – das macht eigentlich nichts. Die ganze Sache hat nämlich nur Sekunden gedauert und selbst, wenn ich hingeschaut hätte, wäre es nur ein verdammt witziger, aber ziemlich banaler Zufall gewesen, the one and only Angela Merkel im Urlaub zu treffen. Nicht mehr.
So habe ich den noch viel schöneren Zufall erlebt: Zur selben Zeit Urlaub auf derselben Insel, am selben Ort, am selben Abend zur selben Sekunde auf demselben Treppchen mit der Bundeskanzlerin – und dann auch noch nicht hingeschaut. Sowas erlebt man nur einmal.
Ach ja: Am Freitagabend auf den Treppen nach Sant’Angelo hatten sie und ihr Mann wohl nur einen Security dabei, der einsam hinterher latschte – ganz privat also.
Ach ja Nr. 2: Sie sah angeblich genauso aus, wie im Fernsehen und auf den Fotos, sagen die Jungs. Aha.
—————————————————————————————–
Inzwischen habe ich mal nachgegooglet und bin ganz erstaunt, was der Urlaub der Kanzlerin für ein medialer Dauerbrenner ist. Von „Osterloch“ kann man angesichts viel wichtigerer Themen ja nicht gerade sprechen.
Das mit den 40-50 Mann Begleitung stimmt leider wohl auch…
Dass G. trotz Kanzlerin noch entspannt rauchen konnte, zeigt mal, wie gelassen die Fischer sind (man sieht ihn nur halb und das finde ich eh gut, passt besser zum mysteriösen G.). Alles weitere findet ihr hier und hier.
—————————————————————————————–
Das ist das hübsche, noch nicht restlos vom Tourismus zerstörte, Sant’Angelo von oben:

————————————————————————————
Auf die Titelseite des „Golfo“ hat es übrigens nicht die Kanzlerin, sondern ein sechs Meter langer, toter Walhai gebracht:

Kategorien: Uncategorized

frankfurt-ischia
Trotz des schrecklichen Erdbebens bei L’Aquila kommt auch in Italien der Oster-Tourismus nicht zum erliegen. Die Flüge sind bezahlt, die Hotels schon gebucht – Trauer ist schlecht fürs Geschäft.
Bis jetzt war ich Gott sei Dank noch nie einer jener Touristen, die man nach Naturkatastrophen Caipi schlürfend am Strand filmen und für einen halbbestürzten „Das-Leben-geht-weiter“-Bericht vor die Kamera zerren konnte.
Auch diesmal werde ich auch wieder weit weg vom Geschehen sein, aber ein bisschen nachdenklich macht es einen dennoch, klar.
Trotzdem kann ich mir meine Vorfreude nicht verkneifen, übermorgen geht es nach Ischia. Nur für ein paar Tage auf einer ruhigen Kurinsel in der Sonne liegen und alten Herrschaften beim Thermalbaden zuschauen. Entschleunigender geht es wohl kaum. Vor allem, weil ich nicht erwarte, dort Internet zu haben. Eine willkommene Entzugsreise.
Besonders gespannt bin ich auf die Müll- und Mafiastadt Neapel (nein, ich habe überhaupt keine Vorurteile, wieso?). Von dort aus werden wir nämlich auf die Fähre steigen. Wie uns übervorsichtige Mütter geraten haben, sollten wir da am besten schnurstracks hin, ohne links und rechts zu schauen und immer unsere Habseligkeiten an uns gekettet lassen. Pff.

Kategorien: Gesehen und gemocht
Eigentlich sollte ich gerade einen tiefsinnigen Abschiedsbrief an meine Freundin in Wien schreiben, aber irgendwie habe ich so gar keine Lust dazu. Ich habe die passende Trauermusik aufgelegt, ein bisschen melancholisch in die Sonne geblinzelt, ihre eiskalte „Es-ist-aus-mit-uns“-SMS noch mal gelesen und bin ganz fest in mich gegangen. Eigentlich könnte ich jetzt anfangen.
Aber, wie soll ich acht lange Jahre, fast unser halbes Leben, in Worte fassen? Wie soll ich es schaffen, ihr keine Vorwürfe zu machen und mich damit erst recht zu demütigen, wenn sie es doch ist, die sich von allen einfach so lossagt und ganz bewusst harte Worte wählt, um anderen weh zu tun?
Ich werde diesen Brief wohl noch ein wenig vor mir her schieben. Die Musik lasse ich laufen, ein bisschen Melancholie am Nachmittag ist doch was Schönes.
—————————————-
Nachtrag: Jetzt läuft gerade „Losing A Friend“ von The Cardigans.
Kategorien: Uncategorized