Genickstarre

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Editorial Shuuting

April 27, 2009 · Kommentar schreiben

Fotokurs, ein (zumindest so halbwegs) milder Frühlingstag und Gepose, was das Zeug hielt. Nerdbrille, yeah!!!

nerdbrille

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wendel

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Das Regal, die Wand.

März 15, 2008 · 4 Kommentare

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Ein zerschlitzter Fuß. Ein kaputtes Expresso-Kännchen. Ein zerschlagenes Ikea Chinaporzellan. Eine frische Flasche Olivenöl. Eine Flasche billiger Rotwein. Ein Fläschchen noch billigeren Kochweins. Oregano für drei Euro. Ein gefühltes Kilo Curry. Ein Fläschchen mit chinesischer Schleimsoße. Ein Regal.

Das ist die traurige Opferbilanz des gestrigen Abends. Ich zähle das Regal zu den Opfern, wenn es auch gleichzeitig Täter ist. Gestern hat es sich ohne Vorwarnung einfach von der Wand getrennt, mit der es eigentlich für immer hätte verbunden bleiben sollen. Zumindest bis zum nächsten Umzug.

Aber es wollte nicht und entschied sich lieber dafür, mir fast auf den Kopf zu fallen und alles inklusive Toaster, Salatschleuder, Gewürzkiste, verschiedenste Flaschen mit Balsamico, Öl und alkoholischen, Pfeffermühle, Tees, Nudeln und sonstigem Küchen-Kleinkram mit sich zu reißen. Die Belastung war wohl zu groß.

kueche.jpg

Ironischerweise war es wahrscheinlich die frische Flasche Olivenöl, die J. gerade noch dazu gestellt hatte und die sich später gnadenlos in der halben Küche ausbreiten sollte. Sie war es, die der Regal-Wand Beziehung den Rest gab.

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So richtig verletzt wurde niemand. Nur mein Fuß, den ich trotz Flip-Flops an einem Stück chinesischen Löffel aufgeschlitzt habe. Und natürlich mein Urvertrauen in Wanddübel mit 8 Zentimeter Länge. Und mein Liebes-Verhältnis zu Curry.

gewuerze.jpg

Hiermit möchte ich mich auch bei unseren Nachbarn entschuldigen. Sollten Sie gestern ein lautes, hysterisches Lachen aus unserer Wohung vernommen und sich Sorgen über unseren Gesundheitszustand gemacht haben: Mir wäre nur fast ein Regal auf den Kopf gefallen. Ansonsten alles wie immer. Kein Grund zur Beunruhigung.

aufgeraeumt.jpg

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Bild-Stau

Februar 20, 2008 · 2 Kommentare

Ich ärgere mich.

Es ist eh schon schwierig genug, mit meinem lahmen mobilen Internet namens Willi (soll eine sexuelle Anspielung sein) mein Blog auch von Innsbruck aus am Leben zu erhalten. Und dann spinnt auch noch mein/unser aller wordpress.

Das Bilder-Hochladen funktioniert nicht. Beziehungsweise: hochladen geht, aber einbinden nicht. Ich hätte doch ein so schönes Bild für den vulgären Eintrag. In letzter Zeit habe ich überhaupt so schöne Bilder, Flickr sei gedankt. Und natürlich allen Fotografen, die ihre tollen Kreationen unter creative commons stellen. Wie lieb von euch.

Wird jedenfalls Zeit, dass ich mal umziehe. Zwar ist das nicht gerade auf Grund der bombastischen Zugriffszahlen oder meiner atemberaubenden Webdesignkenntnisse von Nöten. Aber ich habe noch eine Domain übrig und überhaupt: Ich arbeite an einer ganz tolligen Sache. Mit Schokolade, Spaß und Überraschung. Oder wie der Spruch auch immer geht.

Ich muss mit tiefer Bestürzung feststellen, dass ich immer mehr ins Tagebuch blöggeln abdrifte. Keine schöne Sache. Also: Basta!

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Wo gibt es Zyankalikapseln zu kaufen?

Februar 14, 2008 · 14 Kommentare

Hier stand mal ein satirischer Blogpost zum Thema Zyankali-Anschaffung, in dem ich mich über die diesbezüglichen Suchanfragen in meiner Blogstatistik amüsiert habe – amüsiert, weil mir nicht bewusst war, wie ernst dieses Thema ist.

Schon lange fürt dieser Beitrag mit Abstand meine Statistiken an, immer wieder kommen Kommentare von angeblichen oder vielleicht sogar tatsächlich entschlossenen Selbstmördern.

Dazu möchte ich klarstellen: Hier findet ihr weder eine Beratung zu Selbstmordmethoden, noch könnt ihr über dieses Blog Zyankali erwerben. Alle, die hoffen, im Zyankali einen schnellen und schmerzlosen Tod zu finden, seien jedoch gewarnt: Ich bin nur ein Laie, aber soweit ich weiß, führt Zynkali im Gegenteil zu einem schrecklich qualvollen und langsamen Sterbeprozess.

Allen, denen es ernst ist mit dem Selbstmord, möchte ich (wieder als Laie) sagen: Redet über eure Probleme mit Menschen, die euch professionell beraten können. Oft bietet ein Außenstehender plötzlich neue Perspektiven, kann einem einen Ausweg aufzeigen, den man selbst in seinem Loch nicht gesehen hätte.

Eine erste Anlaufstelle hierfür wäre im Internet zum Beispiel die Deutsche Telefonseelsorge. Dort findet ihr alle Informationen über das Beratungsangebot – vom Seelsorge-Chat, über die normale Hotline bis zu den „Offenen Türen“ vor Ort.

Bitte tragt eure Sorgen nicht alleine mit euch herum, sondern vertraut euch jemandem an. Dann könnt ihr immer noch für euch entscheiden.

Ich hoffe, hier gerade richtig zu handeln, indem ich den Beitrag nicht entferne, aber überarbeite. Sollten Profis dazu Anregungen oder Kritik geben können, wäre ich sehr dankbar.

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Don’t worry…

Februar 11, 2008 · 5 Kommentare

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Weil wir gestern das Thema weiße Magie hatten:

Bei WordPress ist zur Zeit Reporter Positiver Nachrichten, als am schnellsten wachsender Blog gelistet.

Das einfache Konzept: Die Blogger (jeder darf mitmachen, sofern er kein Pessimist ist) recherchieren gute Nachrichten aus Deutschland und aller Welt.

Dabei finden sie zum Beispiel heraus, dass Aktenzeichen XY schon 1570 Fälle gelöst hat. Oder, dass sich in Berlin bereits 160.000 Menschen bei einem Volksentscheid für den Erhalt des Innenstadtflughafens einsetzten.

Die Idee: Der Das Blog will als Kontrastprogramm wirken, gegen all die negative Berichterstattung, die unsere Medien (und eigentlich auch die Blogosphäre) beherrscht. Ich finde, das ist ein sehr interessantes Konzept und glaube auch, dass diese Optimisten damit noch großen Erfolg haben werden.

Denn, so wichtig die Aufklärung über Korruption und dunkle Machtspielchen, Bordell besuchende Politiker und mörderische Diktatoren sein mag: Manchmal möchte man auch einfach mal was Gutes lesen.

Unsere Medienwelt wird die Initiative aber leider nicht umkrempeln. Denn Journalisten werden von Praktikum zu Praktikum immer depressiver und hassen sich und die Welt… Außerdem sind Lebensfreude und Optimismus längst nicht so verrucht und sexy wie Zynismus und Pessimismus. Wer froh ist, gilt als doof.

Foto: sergei.y

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Der Sinn darin

Februar 10, 2008 · 3 Kommentare

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Lysann hat mir wieder einmal in ihrer erfrischenden Art einen Denkanstoß gegeben.

Zum Journalismus-Studium gehört es dazu, immer und immer wieder ethische Grundsätze durchzukauen. Zu versuchen, eine Orientierung zu finden, zwischen Wirtschaftsinteressen und öffentlicher Verantwortung. Gegen die BILD zu wettern.

Weiße Magie nennt Lysann das, was wir da machen. Und sie sieht das ganz realistisch: es ist Heuchelei.

Warum also vergeblich mit zahnlosen Tigern und den Siegfrieds und Roys des Journalismus gegen all das Schwarze, Mächtige vorgehen? Wenn man womöglich selber eher eine graue als eine weiße Weste hat?

„Journalismus ist der Versuch, eine gemeinsame Realität zu schaffen“, habe ich mir heute in meinen Lernunterlagen angestrichen. Und ich glaube, das ist tatsächlich die große Aufgabe. Aus diesen 6,6 Milliarden Menschen immer noch eine Einheit zu machen. Damit wir irgendwann mal nicht mehr alles mit uns und den anderen geschehen lassen, weil wir gar nicht mehr wissen was real ist.

Das ist natürlich naiv. Denn, wenn gemeinsame Realität Erfolg hat, dann meist, um uns einzulullen und uns ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln. Egal ob EM 08, Berlinale oder Opernball.

Wir brauchen aber keine plätschernde Small-Talk-Realität, wir brauchen eine echte Realität. Auch wenn es beim Versuch bleibt: bitte nicht aufgeben. Ich glaube, das ist es, was uns noch zusammenhält. Diese Realität wird hoffentlich irgendwann so real, dass wir endlich sehen, hören, fühlen können, was mit uns passiert. Damit wir merken, dass genug ist.

Dafür brauchen wir ein bisschen weiße Magie.

Foto: Chilling Soul

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Genug gehaselnusst

Februar 9, 2008 · 7 Kommentare

378791040_5e8f5c18d9.jpgUm mit vorschnellen Schlüssen von vornherein aufzuräumen: Ich bin echt kein Kaffee-Fundi und trinke auch mal die Brühe aus dem Uni-Automaten.

Aber gestern bin ich wieder einmal in den Genuß vollendeter Kaffee-Kultur gekommen. Tatsächlich war sie voll am Ende. Haha. Ich hasse Starbucks.

Früher haben mich diese vollverglasten Franchise-Läden mit dem grünen Markenzeichen magisch angezogen.

Jedes Mal, wenn ich Witz-Großstadtmädchen in eine echte Großstadt gekommen bin, hat mich eine klischeehaft imaginäre Nebelhand gepackt und mich nicht wieder losgelassen, bis ich einen Grande Irgendwas mit Nüssen und Caramel schlürfte und um fünf Euro ärmer war.

Inzwischen sollte ich es besser wissen. Und trotzdem tappe ich immer wieder in die Falle.

Erstmal mag ich diese Selbstbedienungskultur nicht mehr so gern wie früher. Wenn man mal etwas später zu einer Verabredung kommt, sitzt der andere blöd am Tisch und darf warten, bis man es endlich geschafft hat, eine dieser Kaffeekreaturen in der Monstertasse zu ergattern. Das nervt.

Starbucks erinnert überhaupt auch kalorientabellarisch an die großen Fastfoodketten. Wer einen Frappuchino mit 800 Kalorieen schlürft, sollte nicht mit dem Finger auf Burger verschlingende extra-large Familien zeigen. Aber es gibt jetzt ja auch Skinny Starbucks. Toll.

Dann hasse ich auch die Namen der verschiedenen Heiß- und Kaltgetränke, die da angeboten werden. Starbucks tut furchtbar italienisch. Ist es aber nicht. Ein Tee, der Tazo® Iced Chai Tea Latte heißt, wird nie über meine Lippen kommen.

Und warum fragt ihr mich nach meinem Vornamen und brüllt ihn dann in voller Lautstärke durch das ganze Café? „Einmal Grande Wait Tschockolat Frappuchino no wippp für genickstarre bitte.“

Der Nachteil der pseudo-italienisch-amerikanischen Namensgebung und Personalpolitik: Außer in London, war ich noch nie in einem Starbucks, in dem die „Barista“ wenigstens die Hälfte der eigenen Kaffeekreaturen aussprechen konnte.

Ich hasse Starbucks. Und teuer ist es da auch.

„Äh ja, einen Grande Expressotschino häselnat froßen wippped white tschockolät crieme, bitte. Tu go. Gratziä.“

Foto: Scott Beale / Laughing Squid, laughingsquid.com.

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Bar oder mit Karte?

Februar 3, 2008 · Kommentar schreiben

32634967_333d6d6ab71.jpgEs gibt eigentlich nur sehr wenige gute Gründe, nicht bei Aldi, dem wohl größten deutschen Lebensmitteldiskounter, einkaufen zu wollen.

Das bisschen Wühltisch-Stress, wenn zwanzig Hausfrauen um ein Super Deluxe Nähset mit 85 Teilen für 5,99.- prügeln, ist doch nicht der Rede wert. Sowas kommt selbst beim besten Rewe mal vor und ist nichts gegen künstlich produzierte Verknappungs-Szenarien, wie sie bei Media Markt schon gespielt wurden.

Es ist auch nicht die Gewissheit, dass jedes Stück Obst, das man zu kaufen gedenkt, schon durch hunderte Hände gegangen ist. Man selbst hebt ja auch fünf Apfel-Kisten an, um aus der untersten hoffentlich den schönsten und rötesten zu bekommen.

Es genügt nicht die Tatsache, dass so mancher Single sich beim wöchentlichen Fleischkauf an der Kühltruhe schmerzlich des Fehlens einer besseren Hälfte bewusst wird. Wenn er Putenbrust kauft nämlich – ein ganzes halbes Kilo. Zuviel für einen, aber eigentlich auch für zwei.

Na toll, denkt sich also auch das Pärchen neben dem traurigen Single. Dauernd werden wir diesem Baby-Zwang ausgesetzt. Darüber werden sie so nervös, dass sie sich augenblicklich trennen und fortan noch mehr traurige Singles überproportionierte Putenbrustpackungen kaufen müssen.

Nein, all das und noch viel mehr ist nicht der Grund, sich vor dem allwöchentlichen Studenten-Aldi-Großeinkauf zu drücken. Es ist der traditionelle Kampf an der Kasse. In allen normalen Supermärkten der Welt sucht sich der Verbraucher die Kasse mit der kürzesten Schlange und den Menschen mit den wenigsten Produkten im Wagen. Nein, nicht bei Aldi.

Hier sucht man sich die Kasse mit den meisten Leuten und den vollsten Wägen. Man braucht schließlich Zeit, seine Einkäufe aufs Band zu legen, am besten mit den schweren Sachen nach vorn. Muss Säcke nehmen und seine Karte oder Bargeld bereit halten. Denn, wenn man erst mal dran ist und weder Kinder im Schlepptau hat noch gebrechlich wirkt, geht alles viel zu schnell.

Man wird mit einem bestimmten aber professionell freundlichen Blick der Kassiererin auf seine Greifen-Wagen schmeißen-Greifen-Wagen schmeißen-Schnelligkeit geprüft und als tauglich eingestuft. Nun beginnt ein Wettkampf auf den man sich immer wieder gegen seinen Willen einlässt: Kassiererin gegen Einkäufer. Die Kassiererin gewinnt immer.

Ist man schließlich verschwitzt und am Ende seiner Kräfte, hat wieder mal die Tomaten und die Eier versehentlich mit den Gurkengläsern und der schweren Putenbrust zerquetscht, dann hört man ein entspanntes, freundliches aber ohne Zweifel siegesbewusstes: „Bar oder mit Karte?“

Foto: Amanda Pike-Russel

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