Genickstarre

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Meine Straße, mein Zuhause, mein Blog…

Februar 19, 2008 · Kommentar schreiben

Mach einer wird es beim Lesen gemerkt haben: Ich schreibe privat gerne mal vulgär. In meinem Blog darf ich das. Dafür brauche ich nicht mal eine Maske und muss auch keine Musikvideos drehen, in dem sich hinter/unter/auf mir in Leder gekleidete Freudenmädchen räkeln.

Wenn mich äußere Umstände zwingen, spreche ich aber auch…na ja, sagen wir mal…etwas gröber.
Unsere gestrigen Ticketprobleme waren solche äußeren Umstände. Äußerste Umstände sogar. Da ist mir dann in der Bahn doch noch rausgerutscht, was ich mir schon die ganze Zeit dachte: „Uns hat das Leben wieder mal so richtig in den Arsch gefickt.“
Ich schreibe das hier so unzensiert, damit sich der geneigte Leser eine Vorstellung machen kann, von der grobschlächtigen Gröbe meiner groben Sprache.

Welche Wirkung das auf die ältere Dame mit Hermes Halstuch am Viererplatz nebenan hatte, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Egal. Wenn genug ist, ist genug.

Jedenfalls lässt mich das an meine, Gott sei Dank ach so weit entfernte, Jugendzeit denken. Damals gab ich wohl keinen Satz von mir, in dem nicht wenigstens ein beherztes F!ck oder verf!ckt vorgekomen sind. Und alles, nur um zu provozieren. Wie lächerlich. Würde ich heute nicht mehr machen.

Auch, wenn sich damit gutes Geld verdienen ließe. Man denke nur an all die Pornorapper, die bei ausverkauften Konzerten schon die Zwölfährigen begeistern.

Vulgär ist ja eigentlich immer noch très chic. Wenn ich mir überlege, dass ich bei der TAZ erst vor kurzem einen Satz gelesen habe, der ungefähr so lautete: (…)darf man wieder nach Lust und Laune VÖGELN(…). Man braucht sich gar nicht zu fragen, ob so etwas bei einer FAZ jemals (in den feuchten Träumen eines blutjungen Feuilleton-Redakteurs vielleicht) vorkommen würde/könnte/dürfte.

Ich bin mir aber nicht sicher, was ich lächerlicher finde: Den übermäßigen Gebrauch von Fremdwörtern, die man zwei Monate nach der Veröffentlichung des Artikels selber schon wieder nachschlagen müsste? Oder diesen betont rotzigen Gebrauch von semi-demi-akzeptierten Vulgärismen?

Ich glaub, ich schau mir jetzt „Die Vögel“ an. Keine Ahnung, wie ich darauf komme.

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Pornös

Februar 15, 2008 · Kommentar schreiben

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Bei papilia bin ich in ihrem interessanten Beitrag über die angebliche Päpstin Johanna auf ein wundervolles Wort gestoßen: Pornokratie.

Pornokratie ist laut Wikipedia die Bezeichnung einer Herrschaft, die von den Mätressen der Mächtigen (aus dem Hintergrund) geführt wird.  Oder auch die schöne Umschreibung für eine Periode des Papsttums im 10. Jahrhundert, die von einem solch „weibischen Einfluss“ gekennzeichnet war.

Wäre ich Mario Barth würde ich wohl an dieser Stelle einen Witz darüber reißen und behaupten dass im 10. Jahrhundert das italienische Verkehrsnetz zusammenbrach, weil die Gespielinnen des Papstes ihn dazu brachten, ein Rückwärtseinpark-Verbot für Fuhrwerke zu erlassen. Bin aber nicht Mario Barth. Schwein gehabt.

All jenen, die auf der Suche nach schmutzigen Schmuddelschmutzfilmen mit schmuddeligen texanischen Hausfrauen auf meinen Blog gestoßen sind, möchte ich noch eines mit auf den Weg geben:

Porno kommt von dem griechischen Wort porne = Dirne (altertümlich) = geile F*&% e in eurer Sprache. Der Anhang -kratie kommt vom griechischen kratia=Herrschaft. Kennt man auch aus Demokratie zum Beispiel. Aber das wisst ihr nicht. Denn bei der Frage, wem hier welcher Gummipfropfen in welche Körperöffnung eingeführt wird, geht es selten demokratisch zu.

Jetzt wisst ihr’s. Wenn ihr also bei der Internetsuche nicht so erfolgreich seid, probiert es mal mit „Abfolge von Einzelfotografien lüsterner Dirnen“.

Foto: arangomila

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