Genickstarre

Einträge werden als ‘Wissenschaft für Dödel’ kategorisiert

Girls…theirs just comes out…Episode2

Oktober 30, 2007 · Kommentar schreiben

Auf Grund des bahnbrechenden Erfolges der ersten Episode und des unglaublichen Leserfeedbacks (danke Kaeffschen, die zwanzig Euro kriegste morgen…), werde ich mich in meinem heutigen Beitrag wieder einmal der Reihe „Wissenschaft für Dödel“ widmen.

Eingangs, um nicht den Ruf einer verstaubten, alten und gleichsam langweiligen Methoden anhängenden Oberlehrerin zu bekommen, möchte ich zwei kleine YouTube Videos einbinden. Hierbei handelt es sich um den Versuch eines, von mir hochgeschätzten, Wahnsinnigen der Community (Daxflame, 51.988 Subscriber) , dem geneigten und entneigten Zuschauer seinen, wohlgemerkt zweimaligen, Beinahe-Tod durch „Herzkotzen“ glaubhaft zu machen.

Natürlich bleibt ein Video zu einem solch kontroversen Thema nicht ohne Reaktionen. Bis zu Redaktionsschluss lag die Zahl der Comments bei 3305. Nicht nur die altbekannten „Hater“, nein auch praktizierende Ärzte und Medizinstudenten, sahen sich genötigt, in den, nicht immer nur wissenschaftlich geführten, Diskurs einzusteigen…

Natürlich war Dax sich nicht zu schade, den Ungläubigen eine, meiner Meinung nach durchaus schlüssige, Erklärung der anatomischen Gegebenheiten zu geben, die einen solch dramatischen Fall des Herzkotzens erst möglich machen:

Ich, als Frau natürlich besonders, empfinde diese zwei Fälle des Herzkotzens als höchst alarmierend und empfehle den Machthabern dieser Welt dringlichst, einen Sonderfond zur Förderung der intensiveren Forschung auf diesem Gebiet ins Leben zu rufen. Hier möchte man sich doch bitte einmal einigen. Es geht doch um die Kinder!

Derzeit gibt es jedoch leider noch keine dementsprechende Herzkotz-Forschung und ich bin daher gezwungen auf den aktuellen Wissensstand der modernen Medizin zu verweisen:

Wikipedia beschreibt die „Topographie des Herzens“ (erinnert an Deutschrockalbumnamen) wie folgt:

„Das Herz liegt innerhalb des Herzbeutels (Perikard) im Mediastinum: Seitlich grenzen getrennt durch parietale und viszerale Pleura (Brustfell) die linke und rechte Lunge an das Herz. Unten sitzt das Herz dem Zwerchfell auf, das mit dem Herzbeutel verwachsen ist. Oberhalb teilt sich die Luftröhre (Trachea) in die beiden Hauptbronchien (Bifurcatio tracheae), deren linker vom Aortenbogen überquert wird.“

Anm.: Hierin dürfte wohl der Forschungsansatz für die befähigten UN-Wissenschafter liegen. Wie Daxflame treffend erkannt hat, ist dieser örtliche Zusammenhang äußerst gefährlich.

Wikipedia schreibt weiters:

„Hinter dem linken Vorhof liegt in direktem Kontakt die Speiseröhre. Vor dem Herzen befindet sich das Brustbein (Sternum), im oberen Bereich liegt es vor den abgehenden großen Gefäßen. Zwischen Brustbein und Herz liegt der Thymus.

Das Herz liegt also praktisch direkt hinter der vorderen Leibeswand in Höhe der zweiten bis fünften Rippe. Die Herzbasis oben reicht nach rechts etwa zwei Zentimeter über den rechten Brustbeinrand hinaus. Unten kommt die Herzspitze knapp an eine gedachte senkrechte Linie heran, die durch die Mitte des linken Schlüsselbeins verläuft (linke Medioklavikularlinie).“

Noch mal für Dödel in Bildern:

Anatomie (in Inglisch)

der Brustkorb (bildhafter, als bei wiki)

Es liegt an euch, geehrte Leser, zu entscheiden ob ihr der Wissenschaft der breiten Masse folgen wollt, die leider schon so oft geirrt hat. Oder, ob ihr nicht lieber einem, auf Grund seiner Genialität von Fachkollegen isolierten, Freigeist euer wissenschaftliches Vertrauen schenken wollt, dass er uns in eine Zukunft führe, die frei von den Gefahren des Herzkotzens ist. Denkt daran: Großer Fortschritt ist immer mit harten Prüfungen verbunden. Wo gehobelt wird, da fallen Späne… Denkt an all die Vorreiter der Geschichte, die unser heutiges Leben in dieser Form erst möglich gemacht haben. Ohne all diese klugen Köpfe, würden wir wohl immer noch auf einer Scheibe leben und in rasender Geschwindigkeit von der Sonne umkreist werden.

In der nächsten Episode möchte ich mich der folgenden These eines Studienkollegen widmen: Ein allzu wechselhaftes Springen von Raucher- auf Nichtrauchertum in zu kurzen Abständen, sei schädlicher für unsere Lunge, als das Rauchen in der selben Zeit erst gar nicht aufzugeben…

Kategorien: Wissenschaft für Dödel · YouTube

Episode 1: Appendizitis oder „Wenn ich doch mal bitte an Ihren Wurmfortsatz dürfte?“

Oktober 23, 2007 · 1 Kommentar

Aus aktuellem und gleichzeitig sehr traurigem Anlass, möchte ich heute die erste Episode der Reihe „Wissenschaft für Dödel“ vom Stapel lassen.

Traurig erscheint mir der Grund für mein heutiges Thema tatsächlich: Eine Studienkollegin leidet wohl genau in diesem Augenblick unter den Folgen einer Erkrankung, die umgangssprachlich als Blinddarmentzündung, in Fachkreisen, denen auch wir uns zugehörig fühlen, aber ganz ohne Zungenbruch als „Appendizitis“ bezeichnet wird.

Auf den heiligen Hallen der h_dieburg ließ ich zur allgemeinen Belustigung eine Bemerkung fallen, die eine gemeinhin bekannte Ursache von „Appendizitis“ erörterte: Dass schon so mancher Apendix (Wurmfortsatz) einem verirrten Popcorn zum Opfer gefallen ist. Für mich, selbst auch schon an der Wurmfortsatz-Fäulnis erkrankt und ihrer entledigt, ist dieses Thema natürlich besonders emotional belastet. Auch, da ich mir sicher zu sein glaube, damals, zwei Tage vor meiner Erkrankung im Kino gewesen zu sein und da auch das beliebte, gepoppte Maiskorn konsumiert zu haben, das mir später solche Schmerzen eingebracht hat.

Daher möchte ich meinen heutigen Beitrag folgender Frage widmen: Wie kommt es zu einer „Blinddarmentzündung“?:

Laut dem Krankheitslexikon unter lifeline.de (es muss ja nicht immer wiki sein) ist in 60 Prozent der Fälle ein Verschluss der Verbindung zwischen Wurmfortsatz und Blinddarm für das akute Abdomen verantwortlich. Dies kann verschiedene Ursachen haben (Achtung, es wird unappetitlich):

Nun, ich gebe mich geschlagen. Wikipedia nennt zwar noch „Kirschkerne, seltener: Kerne von Weintrauben oder Melonen“ als mögliche Ursachen, geht aber leider nicht näher auf die Popcorn-Thematik ein. Auch eine entsprechende Googelung kam zu keinem ansprechenden Ergebnis. Da ich hier im Internetcafé auch nicht auf das berühmt-berüchtigte lexis nexis (wahlweise auch nexis lexis, oder lexi nexi) zugreifen kann, werde ich meine heutigen wissenschaftlichen Bestrebungen nun einem Ende zuführen.

Ihr habt gewonnnen, es war wohl doch ein Spulwurm!

Kategorien: Wissenschaft für Dödel