Genickstarre

Hol das Stöckchen…

Ich bin gegen fünf Uhr früh tatsächlich zu müde, dem unbedarften Leser die Sache mit dem Stöckchen zu erklären. Daher verweise ich auf meine Blogroll: Flosi oder Lysann haben das schon hinreichend erklärt. Geht da mal drauf, die sind auch sonst super.

1. Ich liebe es, meine Brille (die ich nur selten trage) immer wieder ganz schnell auf- und wieder abzusetzen, um die imensen Schärfegewinne zu genießen. Ich bin zwar echt nicht stark in meiner Sehtüchtigkeit beeinträchtig. Aber man glaubt kaum, wie viel schöner die Welt doch ist, wenn man sie mit dem scharfen Blick des eulenmäßig aussehenden Adlerauges betrachtet…

2. Ich schreibe gerne in einfachen Sätzen so kompliziert, dass es keiner versteht, außer mein krankes Hirn. Besonders abwegige Wortspiele, die absolut unlustig sind, gehören zu meinen Klassikern.

3. Ich kann bei Filmen nahezu immer das Ende vorher sehen oder zumindest wichtige Handlungsstränge. Wenn ich mal irre, freue ich mich umso mehr, denn dann kann ich meine innere Datenbank möglicher, klischeehafter Wendungen, laufend erweitern. Die bisher beste Überraschung: Staffel 7, The Sopranos, Series Finale: „Don’t stop“ und cut to black. Wem das was sagt.

4. Als ich so 13 war, wollte ich Ärztin werden. Ich sagte immer: „Um den Menschen zu helfen“. Aber eigentlich wollte ich einen dieser Kittel, die dir Gottstatus verleihen und natürlich jede Menge Geld. Jetzt studier ich Online-Journalismus, natürlich „um die Menschen zu unterhalten und ihnen jeden Tag ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern“. Ist ja wohl klar.
Das mit der Ärztin hörte sich auf, als mir klar wurde, dass ich beim Anblick von Blut kotzen muss und eigentlich total scheiße in Biologie bin.

5. Ich bin ein Trennungskind. Wundert euch also nicht, wenn ich bei rührseeligen Kornflakeswerbungen heulen muss, weil der ausgeruhte Papa im Anzug den kleinen, blonden Jungen auf den Schoß nimmt und ihm den Löffel wie ein Flugzeug zum Mund führt.

6. Das mit der Genickstarre. Das hat sich so zufällig ergeben, als ich das Wörtbuch aufschlug und nach einem Nickname suchte, weil ja überall alles schon verwendet wird.

7, der Film endet eigentlich echt scheiße. Allerdings hatte ich auch schon öfter mal (natürlich vollkommen ungefährliche, moralisch sofort verworfene) Gedanken an Gwynneth kopflos. Die Frau nervt einfach. Mich zumindest.

8. Ich hasse das Ende von Dingen. So wie hier. Eigentlich müsste ich noch mal einen guten Eindruck hinterlassen. Aber den Schluss mag ich nicht. Ich trinke nie den letzten Schluck Bier und ein „Lackerl“ (ösisch ins deutsche: lacke) Milch bekomme ich trotz aller Bedenken wegen Welthunger und so weiter, einfach nicht runter. Ich mag das Neue, Unberührte.Und das Verwenden/Zerstören von Neuem, Unberührten. Zum Beispiel eine riesige Fläche frischen Schnees. Toll.

Tja, jetzt wisst ihr aber echt alles über mich. Wenn ich schon meine innersten Geheimnisse preisgebe, möche ich das Stöckchen weiterwerfen an…hm, überleg ich mir noch.

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